Naturausflug am südöstlichen Bodensee
Rheindelta besuchen: Natur erleben und Schutzregeln beachten
Das Rheindelta ist das größte Feuchtgebiet am Bodensee. Zwischen Altem Rhein, der Mündung des Neuen Rheins und der Dornbirner Ach wechseln sich Flachwasser, Schilf, Wiesen und Dämme ab. Es liegt auf den Gemeindegebieten von Höchst, Fußach, Gaißau und Hard. Wer Vögel beobachten oder am Wasser spazieren möchte, sollte einen markierten Weg wählen und Abstand zu geschützten Flächen halten. Ein guter Informationspunkt ist das Rheindeltahaus bei Fußach.
Warum das Rheindelta ein besonderes Ausflugsziel ist
Das Rheindelta erstreckt sich am südöstlichen Bodenseeufer über rund 2.013 Hektar; nach Angaben des Naturschutzvereins bestehen etwa zwei Drittel aus Wasser und ein Drittel aus Land. Seit 1976 steht das Gebiet unter Schutz, seit 1995 gehört es zum europäischen Natura-2000-Netz. Feuchte Wiesen, Röhricht und Flachwasser bilden Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere.
Ein Besuch ist besonders reizvoll, wenn man die Landschaft bewusst beobachtet: Wasservögel am Ufer, Schilfzonen und die weite Sicht über den See. Fernglas und wetterfeste Schuhe sind sinnvoll. Die Wege können je nach Wasserstand und Wetter anders wirken; Wildtiere sollen aus Abstand betrachtet werden.
Rheindeltahaus und geeigneter Einstieg
Das Rheindeltahaus des Naturschutzvereins ist ein Orientierungspunkt für den Besuch. Die erreichbare Besucherinformation der Marktgemeinde Hard nennt für das Rheindeltahaus Montag bis Freitag 14 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Da Öffnungszeiten saisonal wechseln können, bitte vor der Fahrt telefonisch bestätigen. Die Zeiten beziehen sich auf das Haus, nicht auf eine allgemeine Öffnung oder Schließung des Naturgebiets.
Eine einzelne postalische Besucheradresse für das gesamte Schutzgebiet wäre irreführend: Das Delta verteilt sich über mehrere Gemeinden. Für den Einstieg am Rheindeltahaus nimmt man in Fußach die Haltestelle Altes Postamt; von dort sind es laut Verein etwa 20 Minuten zu Fuß entlang des Rheindamms. Von der Rheinbrücke Hard–Fußach führt der Damm rund 1,5 Kilometer zum Hinweisschild am Haus.
Anreise, Parken und Verhalten
Direkt am Rheindeltahaus gibt es einige Stellplätze; bei längerem Aufenthalt bittet der Betreiber, den größeren Kiesparkplatz am Rheindamm zu nutzen. Mit dem Fahrrad lässt sich die Strecke entlang des Damms gut in einen Ausflug am Bodensee einbauen. Vorher die gewählte Route prüfen, denn nicht jeder Weg ist für jede Nutzung freigegeben.
Im Schutzgebiet gilt: auf den Wegen bleiben, gesperrte Wasserflächen meiden, Abfall mitnehmen und Hunde anleinen. Feuer ist nur an ausdrücklich ausgewiesenen Stellen erlaubt. Diese Regeln schützen Brut- und Rastplätze und machen einen rücksichtsvollen Besuch auch für spätere Gäste möglich. Einen allgemeinen Eintrittspreis für das Naturgebiet nennt der Naturschutzverein nicht; Führungen und besondere Angebote können eigene Bedingungen haben.
Lagunenrundweg in Fußach als konkrete Tour
Wer eine überschaubare Wanderung statt eines offenen Streifzugs durch das große Schutzgebiet sucht, kann den von Vorarlberg Tourismus beschriebenen Lagunenrundweg wählen. Er beginnt und endet in Fußach bei In der Schanz, ist etwa 4,7 Kilometer lang und mit ungefähr 1,3 Stunden Gehzeit als leicht angegeben. Der Weg führt von der Siedlung zum Damm, an Lagune, altem Flussbett und Amphibienbiotop vorbei. Diese veröffentlichte Route ist ein Planungsbeispiel; aktuelle Umleitungen, Wasserstand und örtliche Schutzschilder gehen vor. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann die Runde in Ruhe mit Beobachtungspausen gehen.
Die Tour ist beinahe eben, wird aber nicht pauschal als barrierefrei ausgewiesen. Ein Kinderwagen oder Rollstuhl braucht deshalb eine Prüfung der aktuellen Wegoberfläche und des Wetters. Das Naturschutzgebiet ist keine durchgängig befestigte Promenade. Bei Regen können naturbelassene Abschnitte weich werden, bei Sonne fehlt auf Dämmen stellenweise Schatten. Ein Fernglas, Trinkwasser und geeignete Schuhe sind hilfreicher als die Erwartung, ganz nah an Tiere heranzukommen. Die 1,3 Stunden sind reine Gehzeit der veröffentlichten Tour; für Vogelbeobachtung oder den Abstecher zum Rheindeltahaus sollte man mehr Zeit einplanen.
Wann lassen sich Vögel besonders gut beobachten?
Vorarlberg Tourismus beschreibt die Lagunen und Buchten als wichtige Rastflächen für Zugvögel, besonders vom Spätsommer bis ins Frühjahr. Im Frühjahr kehren Brutvögel zurück, während Wintergäste abziehen. Die Zusammensetzung verändert sich daher über das Jahr. Für einen naturkundlichen Ausflug sollte man nicht versprechen, eine bestimmte Art zu sehen: Wetter, Tageszeit, Wasserstand und Abstand beeinflussen die Beobachtung. Ruhiges Verweilen an einem erlaubten Weg kann ergiebiger sein als ständiges Weiterlaufen. Brut- und Rastflächen sind gerade in den interessanten Zeiten empfindlich.
Die erreichbare Besucherinformation der Marktgemeinde Hard beschreibt das Rheindeltahaus als Servicestelle mit Auskünften, Informationsmaterial und geführten Exkursionen. Für Termine, Treffpunkt, Anmeldung und mögliche Kosten bitte direkt beim Rheindeltahaus nachfragen. Ein Besuch des frei zugänglichen Naturraums ist davon zu unterscheiden; gesperrte Wege und Wasserflächen bleiben tabu.
Adresse, Zuständigkeit und Schutzstatus richtig verstehen
Das Rheindelta reicht über die Gemeinden Höchst, Fußach, Gaißau und Hard. Eine einzige Postadresse für die Landschaft wäre deshalb ungenau. Der Naturschutzverein nennt Im Böschen 25, 6971 Hard als Kontaktadresse seiner Organisation. Das ist nicht automatisch der Startpunkt für die Lagunenrunde oder die Adresse des Rheindeltahauses. Für eine Wanderung eignet sich als konkreter Start Fußach, In der Schanz; für Informationen vor Ort der Fußweg zum Rheindeltahaus am Rheindamm. Diese Unterscheidung spart Umwege bei der Navigation. Wer eine Führung vereinbart, sollte den Treffpunkt ausdrücklich mit dem Verein klären.
Der Verein beziffert das Schutzgebiet mit ungefähr 2.013 Hektar; rund zwei Drittel sind Wasserfläche. Er nennt die Schutzverordnung von 1976, die Ramsar-Verpflichtung Österreichs von 1982 und die Ausweisung als Natura-2000-Gebiet seit 1995. Diese Angaben erklären, warum Besucher zwar viele Wege nutzen dürfen, aber nicht beliebig über Wiesen und durch Schilf gehen können. Landwirtschaft, Fischerei und Freizeit finden im Gebiet statt, benötigen aber klare Grenzen. Beschilderte Sperrzonen, Leinenpflicht und ausgewiesene Feuerstellen sind praktische Regeln für genau diesen Ausgleich. Vor der Anfahrt die Hinweise des Naturschutzvereins und den Wetterbericht prüfen.
Häufige Fragen
Gut zu wissen vor dem Besuch
Wo beginnt ein Besuch im Rheindelta?
Ein guter Informationspunkt ist das Rheindeltahaus am Rheindamm bei Fußach. Das Naturschutzgebiet ist groß und hat keinen einzelnen Haupteingang.
Wie komme ich mit dem Bus zum Rheindeltahaus?
Bis zur Haltestelle Altes Postamt in Fußach fahren und dann laut Naturschutzverein etwa 20 Minuten am Rheindamm entlanggehen.
Wann ist das Rheindeltahaus geöffnet?
Von April bis Oktober samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Unter der Woche ist es nur gelegentlich besetzt. Die Angabe gilt für das Haus, nicht für das Naturgebiet insgesamt.
Dürfen Hunde ins Rheindelta?
Ja, aber Hunde müssen im gesamten Schutzgebiet an der Leine bleiben. Außerdem sollen Besucher die Wege nicht verlassen und gesperrte Wasserflächen beachten.
Gibt es Parkplätze am Rheindeltahaus?
Einige Parkplätze liegen direkt am Haus. Bei längerem Aufenthalt bittet der Naturschutzverein um Nutzung des größeren Kiesparkplatzes am Rheindamm.
Was kostet der Besuch im Rheindelta?
Der Naturschutzverein weist keinen allgemeinen Eintrittspreis für das Naturgebiet aus. Für geführte Angebote können andere Bedingungen gelten.
Gibt es eine kurze Wanderung im Rheindelta?
Ja. Der Lagunenrundweg ab Fußach, In der Schanz, ist laut Vorarlberg Tourismus etwa 4,7 Kilometer lang und mit ungefähr 1,3 Stunden Gehzeit als leicht beschrieben. Für Beobachtungspausen mehr Zeit einplanen.
Wann ist Vogelbeobachtung im Rheindelta interessant?
Die Lagunen und Buchten sind nach Vorarlberg Tourismus besonders vom Spätsommer bis ins Frühjahr Rastgebiete. Arten und Sichtungen wechseln mit Saison und Wetter; Abstand und Schutzschilder bleiben wichtig.
Kann ich im Rheindelta eine Führung buchen?
Der Naturschutzverein bietet Exkursionen und individuell vereinbarte Gruppenführungen an. Termine, Treffpunkt, Anmeldung und mögliche Kosten müssen für das konkrete Angebot erfragt werden.
Ist Im Böschen 25 der Eingang zum Rheindelta?
Nein. Im Böschen 25 in Hard ist die Kontaktadresse des Naturschutzvereins. Das Gebiet hat keinen einzelnen Eingang; für die Lagunenrunde wird Fußach, In der Schanz, als Startpunkt genannt.
Quellen und aktuelle Informationen
Besuchsdaten wurden anhand der folgenden Quellen geprüft. Bitte vor der Anreise erneut nachsehen.



