Radfahren am Bodensee · Linzgau und Oberschwaben
Höchsten-Tour: mit dem Rad zum Panorama über dem Bodensee
Die Höchsten-Tour ist eine anspruchsvolle 48-Kilometer-Runde mit 571 Höhenmetern Aufstieg. Eine detaillierte regionale Wegbeschreibung startet an der Drei-Seen-Halle in Illmensee und führt über Deggenhausertal, Heiligenberg und Salem zurück zum Höchsten. Der Anstieg und die lange Abfahrt verlangen Kondition und sichere Radbeherrschung. Wer aus Bad Schachen anreist, plant dafür einen eigenständigen Tagesausflug mit zusätzlicher Anfahrt.
Der veröffentlichte Rundkurs
Das Bodensee-Tourenportal beschreibt eine schwere Rundtour über 48 Kilometer mit 571 Metern Aufstieg und ebenso viel Abstieg. Die höchste Stelle der erfassten Route liegt bei 835 Metern, die tiefste bei 437 Metern. Diese technischen Werte beziehen sich auf den dort veröffentlichten Track; sie sind nicht mit der geographischen Gipfelhöhe gleichzusetzen. Die Tour verknüpft Höhen, Seen und Schlösser im nördlichen Bodensee-Hinterland. Gerade weil der Kurs ein Rundweg ist, kann ein passender Einstieg gewählt werden, doch die detailliert beschriebene Variante nennt Illmensee als Ausgangspunkt.
Eine von örtlichen Anbietern gepflegte Beschreibung bei bwegt beginnt an der Drei-Seen-Halle in Illmensee. Von dort geht es Richtung Echbeck, durch das Deggenhausertal, über Wintersulgen nach Heiligenberg, anschließend Richtung Beuren, Weildorf, Stefansfeld und Salem. Später folgt der eigentliche Anstieg zum Höchsten. Die Beschreibung nennt für diesen Abschnitt ungefähr 350 Höhenmeter. Wer genau diese Folge fahren möchte, sollte den zugehörigen aktuellen Track verwenden. Eine freie Abkürzung oder ein anderer Einstieg verändert die Streckenwerte.
Panorama, Kultur und Gipfelanstieg
Die Runde lebt vom Gegensatz zwischen stilleren Tälern und Aussichtspunkten. Heiligenberg ist in der detaillierten Wegbeschreibung ein Rastort mit Blick über die Bodenseeregion. Salem bietet einen kulturellen Zwischenhalt; für Besichtigungen des Klosters oder Schlosses gelten eigene Besuchszeiten und Eintrittsbedingungen. Der Anstieg zum Höchsten bildet den sportlichen Höhepunkt. Bei klarer Sicht öffnet sich dort der Blick über den Bodensee und zu den Alpen. Das Bild dieser Seite zeigt den Höchsten selbst von Süden und keinen austauschbaren Seeabschnitt.
Für die Zeitplanung sind die kulturellen Stopps optional. Eine längere Besichtigung und die 48 Kilometer lassen sich nicht allein aus einer rechnerischen Durchschnittsgeschwindigkeit ableiten. Wer den Schwerpunkt auf das Radfahren legt, plant kurze Pausen und ausreichend Trinkwasser. Wer Heiligenberg oder Salem besuchen möchte, reserviert einen ganzen Tag. Nach der Gipfelpassage verlangt die Abfahrt Aufmerksamkeit: Geschwindigkeit an Sicht, Kurven und Verkehrsaufkommen anpassen und vor dem Start Bremsen sowie Bereifung prüfen.
Kondition, Fahrrad und Familienfrage
Die offizielle Einstufung lautet ausdrücklich „schwer“. Die 571 Höhenmeter verteilen sich nicht gleichmäßig; der Anstieg auf den Höchsten ist ein eigener Belastungsblock. Ein E-Bike reduziert die körperliche Last, ersetzt aber weder Akkuplanung noch sichere Abfahrtstechnik. Mit einem gut gewarteten Tourenrad lässt sich die Runde von trainierten Fahrerinnen und Fahrern bewältigen. Die genaue Eignung eines Rennrads oder Gravelbikes hängt vom aktuellen Track und der Oberflächenbeschaffenheit ab; dafür liegt in der knappen Tourenportalbeschreibung keine vollständige Aufstellung vor.
Für kleine Kinder und ungeübte Gelegenheitsradler ist diese komplette Runde keine passende Standardtour. Sportliche Familien können die Strecke individuell bewerten, sollten aber die längere Anfahrt, den Gipfelanstieg und mögliche Straßenabschnitte beachten. Ein Helm, passende Kleidung für die Höhe und Reserven bei Wetterwechsel sind vernünftig. Selbst bei Sonnenschein am See kann es auf der Höhe windiger und kühler sein. Nach Regen oder bei Laub auf der Straße verlängert sich der Bremsweg; auf schnellen Abfahrten ist ein defensiver Fahrstil besonders wichtig.
Anreise von Bad Schachen und Kosten
Von Bad Schachen führt keine kurze Uferverbindung direkt in den Rundkurs. Praktisch ist eine gesonderte Anreise zum geplanten Einstieg, etwa nach Illmensee für die detailliert beschriebene Variante. Bei Anreise mit Auto sollte ein legaler Parkplatz nahe dem Einstieg gesucht werden. Bei Bahn und Bus sind Fahrradmitnahme sowie die letzten Kilometer zum Start für den Reisetag zu prüfen; eine direkte, durchgehend radtaugliche Verbindung ist nicht belegt. Wer das E-Bike auf einem Fahrzeug transportiert, muss die Transportregeln und die Reichweite für den Gipfelanstieg einplanen.
Für die öffentlich beschriebene Route wird kein separates Eintrittsticket genannt. Entstehen können Kosten für Anreise, Parkplatz, Leihfahrrad, Gastronomie und Kulturstopps. Ein Pauschalpreis wäre ohne konkrete Buchung nicht seriös. Der zuständige Tourismusverband Bodensee-Linzgau sitzt laut Tourenportal bei Schloss Salem und ist Ansprechpartner für Karten oder örtliche Auskünfte. Vor einem gebuchten Schlossbesuch sollten dessen aktuelle Zeiten und Preise separat geprüft werden. Einkehrmöglichkeiten auf der Höhe können wetter- und saisonabhängig sein; Proviant bleibt hilfreich.
Stoppomat-Hinweis und tagesaktueller Status
Das Bodensee-Tourenportal und ältere regionale Materialien nennen weiterhin einen Stoppomat für ein jederzeit mögliches Bergrennen. Diese Aussage ist veraltet: Die lokale Zeitung Südkurier berichtete bereits am 10. März 2021, dass die Zeitmessanlage bei Schönemühle und auf dem Höchsten nach 15 Jahren abgebaut wurde. Die Steigung kann man selbstverständlich weiter sportlich fahren, aber eine funktionierende Stempel- oder Zeitmessanlage am Berg sollte Gästen nicht versprochen werden. Dieser Quellenkonflikt ist bei der Planung wichtiger als ein vermeintlicher Zusatznutzen.
Bei der Prüfung am 18. Oktober 2026 fanden wir in den geprüften offiziellen Tourenbeschreibungen keinen bestätigten Vollsperrhinweis für die gesamte Höchsten-Tour. Das ist keine Garantie für jede Teilstrecke. Baustellen, Forstarbeiten und Wetter können kurzfristig lokale Umleitungen erfordern. Vor dem Start sollten aktuelle Hinweise der Gemeinden und die gewählte Karte geprüft werden. Vor Ort haben Sperrschilder Vorrang vor alten GPX-Dateien. Die 48 Kilometer und 571 Höhenmeter gelten nur für den unveränderten veröffentlichten Rundkurs.
Häufige Fragen
Gut zu wissen vor dem Besuch
Wie lang ist die Höchsten-Tour?
Das Bodensee-Tourenportal nennt 48 Kilometer für seine Rundtour.
Wo beginnt die Tour?
Die detaillierte regionale Beschreibung beginnt an der Drei-Seen-Halle in Illmensee. Als Rundkurs sind auch andere geeignete Einstiege möglich.
Wie viele Höhenmeter sind zu fahren?
Für den offiziellen Rundkurs sind 571 Meter Aufstieg und 571 Meter Abstieg angegeben.
Ist die Höchsten-Tour schwer?
Ja. Das Tourenportal stuft sie ausdrücklich als schwer ein.
Welche Orte liegen am Weg?
Die detaillierte Beschreibung nennt unter anderem Deggenhausertal, Heiligenberg, Salem und den Höchsten.
Kann ich mit dem E-Bike fahren?
Ja, wenn Akku, Bremsen und Fahrpraxis zu Länge, Anstieg und Abfahrt passen.
Ist die Runde für Kinder geeignet?
Für kleine oder ungeübte Kinder ist die vollständige schwere 48-km-Runde keine Standardempfehlung.
Gibt es den Stoppomat noch?
Nein. Die Anlage bei Schönemühle und am Höchsten wurde laut Südkurier 2021 abgebaut; ältere Tourenseiten enthalten noch einen veralteten Hinweis.
Wie komme ich ab Bad Schachen hin?
Plane eine separate Anreise zum gewählten Einstieg, etwa Illmensee. Fahrzeit, Parkplatz und Fahrradmitnahme für den konkreten Tag prüfen.
Was kostet die Höchsten-Tour?
Für das Befahren der veröffentlichten Route ist kein separates Ticket genannt. Anreise, Einkehr und Besichtigungen können kostenpflichtig sein.
Kann man Schloss Salem besichtigen?
Salem ist ein möglicher Kulturstopp. Aktuelle Öffnungszeiten, Führungen und Eintritt direkt beim Schloss prüfen.
Ist die Route derzeit gesperrt?
Am 18.10.2026 war in den geprüften offiziellen Tourenbeschreibungen keine Vollsperrung der gesamten Runde ausgewiesen. Lokale Hinweise vor der Fahrt prüfen.
Quellen und aktuelle Informationen
Besuchsdaten wurden anhand der folgenden Quellen geprüft. Bitte vor der Anreise erneut nachsehen.



