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Höwenegg bei Immendingen mit See im ehemaligen Steinbruch

Wasserfälle, Schluchten und Geotope · Immendingen

Höwenegg-Kratersee/Aussichtspunkt

Vulkan, ehemaliger Steinbruch und stiller See bei Immendingen.

Bild: ANKAWÜ · Bildquelle ↗ · CC BY-SA 4.0 ↗ · Für die Webdarstellung aufgehellt und als WebP gespeichert · WebP-Fassung unter gleicher Lizenz

Geotop und Naturschutzgebiet

Höwenegg bei Immendingen: Aussicht auf den See im ehemaligen Steinbruch

Der Höwenegg südlich von Immendingen gehört zu den Hegauvulkanen. Sein türkisgrüner See wird oft „Kratersee“ genannt, entstand aber nicht als natürlicher Vulkansee: Nach dem Abbau von Vulkangestein bis 1979 sammelte sich Wasser im Steinbruch. Heute lässt sich das geschützte Gelände von den ausgewiesenen Wegen und Aussichtspunkten betrachten. Der eingezäunte Hauptkrater darf nicht betreten werden. Für die Anreise eignet sich der ausgeschilderte Parkplatz Höwenegg; eine Hausnummer am See gibt es nicht. Hier stehen Geologie, Besuchsregeln, Wanderoptionen und Fragen für einen Ausflug ab Lindau.

Was sieht man am Höwenegg?

Der Höwenegg ist der nördlichste Hegauvulkan. Ein bewaldeter Höhenzug, steile Felswände und ein grünlicher See bilden eine ungewöhnliche Kulisse im Raum Immendingen. Von sicheren Stellen auf den ausgeschilderten Wegen ist der Blick in den ehemaligen Steinbruch das eigentliche Erlebnis. Die Gemeinde nennt den Vulkan, seine geologische Geschichte und den See als Ziele ihrer Wandertouren. Das Panorama im Bild zeigt den konkreten Ort und seine Wasserfläche; es ist keine austauschbare Aufnahme eines anderen Hegausees.

Besucher sollten den Ort als Aussicht und Naturerlebnis planen, nicht als Badesee oder frei begehbaren Kessel. Der Hauptkrater ist eingezäunt. Seine steilen Wände und das Wasser liegen innerhalb eines Naturschutzgebiets. Für einen kurzen Besuch genügt ein Weg vom Parkplatz zu einem zugänglichen Aussichtspunkt und zurück. Wer länger unterwegs sein möchte, kann die weiteren Wanderwege Richtung Dachsmühle, Hattingen oder Donauversinkung einbeziehen. Weglänge und Gehzeit hängen vom gewählten Start und der Variante ab.

Warum heißt der See „Kratersee“, wenn er keiner ist?

Der Berg selbst entstand durch Vulkanismus vor ungefähr zehn Millionen Jahren. Laut Gemeinde Immendingen besaß er einen Hauptkrater und fünf Nebenkrater. Im 20. Jahrhundert wurde dort das vulkanische Gestein abgebaut, bis der Betrieb 1979 endete. Danach füllte natürliches Oberflächenwasser die Abbaugrube. Die Bezeichnung „Kratersee“ ist deshalb als Ortsname verbreitet, beschreibt die Entstehung des heutigen Sees aber ungenau. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau stellt ausdrücklich klar: Es ist ein See im früheren Nephelinit-Steinbruch, kein natürlicher Kratersee.

Gerade diese Abfolge macht den Ausflug interessant. Der Vulkan lieferte das Gestein, der Steinbruch legte geologische Schichten offen, und nach dem Abbau entstand das heutige Wasserbild. Das Landesamt beschreibt am Höwenegg unter anderem Nephelinit und Tuff. Eine Auszeichnung als Geopoint im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb erhielt der Ort laut Gemeinde im Jahr 2020. Das bedeutet keine UNESCO-Welterbestätte und keinen Anspruch auf freien Zutritt zum geschützten Krater.

Wanderung, Aussicht und Anreise planen

Die Gemeinde Immendingen nennt den Parkplatz „Höwenegg“ als Startpunkt ihrer Tour 12. Für das Navi ist „Parkplatz Höwenegg, 78194 Immendingen“ zweckmäßiger als die Suche nach einer vermeintlichen Seeadresse; der See hat keine Hausnummer. Die beschriebene Runde führt vom Parkplatz zum Vulkan, über die Dachsmühle und Mauenheim durch das Gebiet Schopfeln-Rehletal und über Hattingen zurück. Sie verbindet Hegau- und bei geeignetem Wetter Alpenblicke, ist aber deutlich mehr als ein kurzer Fotostopp. Die aktuelle Routenführung sollte vor dem Start bei der Gemeinde geprüft werden.

Eine weitere, längere Möglichkeit ist der rund 13 Kilometer lange DonauWellen-Premiumwanderweg „Donauversinkung“. Der offizielle Gemeindeflyer nennt dafür ungefähr vier Stunden und naturbelassene Wege; Höwenegg und Donauversinkung liegen auf derselben Runde. Wer mit Kindern, wenig Zeit oder eingeschränkter Trittsicherheit anreist, sollte nicht automatisch diese volle Tour wählen. Für den kurzen Besuch sind feste Schuhe und ein Blick auf Wetter, Tageslicht sowie die Beschilderung vor Ort sinnvoll. Ab Lindau kommen Auto und Bahn mit Anschluss in Frage; die konkrete Verbindung nach Immendingen beziehungsweise Hattingen hängt vom Reisetag ab.

Naturschutz: Wo darf man hin und was kostet der Besuch?

Seit 1983 steht der Höwenegg unter Naturschutz. Die Schutzgebietsverordnung des Landes verbietet ausdrücklich, den eingezäunten Bereich des Hauptkraters zu betreten. Ein Foto vom See rechtfertigt keinen Schritt durch Zaun, Absperrung oder auf eine steile Kante. Auf den offiziellen Wanderwegen und an den vorgesehenen Aussichtsmöglichkeiten bleibt der Besuch mit dem Schutz des Gebiets vereinbar. Tiere, Pflanzen und Gesteine sollen ungestört bleiben; Feuer, Müll und unnötiger Lärm passen nicht zu diesem Ziel.

Für den Aussichtspunkt und die markierten Wanderwege wird kein Kassen- oder Eintrittspreis veröffentlicht. Daher gibt es keinen seriösen „Preis von bis“ für den Höwenegg als Landschaftsziel. Parkbedingungen, Führungen und die Anreise können Kosten verursachen und sollten getrennt geprüft werden. Ebenso existieren keine klassischen Öffnungszeiten eines Betriebs. Tageslicht und die örtliche Beschilderung sind für einen sicheren Besuch wichtiger. Der See wird von der Gemeinde als Natur- und Wanderziel dargestellt, nicht als Strandbad; Informationen zu einem freigegebenen Badebetrieb liegen nicht vor. Für Fragen zu aktuellen Regeln ist die Tourist-Info Immendingen die passende Stelle.

Fossilien und Geschichte über den Aussichtspunkt hinaus

Der Höwenegg ist auch eine bedeutende Fossilienfundstelle. Nach Angaben der Gemeinde wurden dort Reste einer Tierwelt aus der Zeit vor Millionen Jahren gefunden, darunter das dreizehige Urpferd Hipparion. Umfangreiche Grabungen fanden in den 1950er- und 1960er-Jahren sowie später erneut statt. Die Funde erklären, warum der Ort wissenschaftlich weit über den Hegau hinaus bekannt ist. Der Besuch am See ist dennoch kein Fossiliensammelausflug; das Gelände ist geschützt und der Steinbruch nicht frei zugänglich.

Wer die Fundstücke sehen möchte, kann nach Voranmeldung das Heimatmuseum Immendingen anfragen oder das Naturkundemuseum Karlsruhe als eigenes Ziel einplanen. Die Gemeinde beschreibt außerdem die frühere Burg Hewenegg, die auf der Höhe nordöstlich des Steinbruchs stand und später zerfiel. Vom historischen Bau ist kein frei zugängliches Schlossmuseum am See zu erwarten. Für Familien lässt sich die Geschichte gut vor Ort erklären: erst Vulkan, dann Burg und Steinbruch, schließlich der heutige See und das Naturschutzgebiet. So wird aus einem Aussichtsfoto ein nachvollziehbarer Ort mit mehreren Schichten Geschichte.

Häufige Fragen

Gut zu wissen vor dem Besuch

Wo liegt der Höwenegg?

Südlich von Immendingen im Landkreis Tuttlingen. Die Gemeinde führt den Parkplatz „Höwenegg“ als Start ihrer Wandertour 12 auf.

Ist der Höwenegg-See ein natürlicher Kratersee?

Nein. Der Höwenegg ist vulkanischen Ursprungs, aber der heutige See entstand im früheren Steinbruch nach Ende des Gesteinsabbaus 1979.

Kann man direkt an das Wasser gehen?

Der Hauptkrater ist eingezäunt und darf laut Schutzgebietsverordnung nicht betreten werden. Nutzen Sie die ausgewiesenen Wege und erlaubten Aussichtspunkte.

Darf man im Höwenegg-See baden?

Die Gemeinde beschreibt den Ort als Naturschutz- und Wanderziel, nicht als Badestelle. Ein freigegebener Badebetrieb ist nicht belegt; der eingezäunte Hauptkrater darf nicht betreten werden.

Was kostet der Besuch?

Für den Blick von den Wanderwegen gibt es keinen veröffentlichten Eintrittstarif. Eventuelle Kosten für Parkplatz, Anfahrt oder Führungen sind gesondert zu prüfen.

Gibt es Öffnungszeiten?

Es gibt keine Kasse und keine einheitlichen Betriebsöffnungszeiten. Planen Sie den Besuch bei Tageslicht und beachten Sie Hinweise oder Sperrungen vor Ort.

Welche Adresse gebe ich ins Navi ein?

Suchen Sie nach „Parkplatz Höwenegg, 78194 Immendingen“. Der See selbst hat keine postalische Hausnummer; das Rathaus am Schlossplatz ist nur die Adresse der Tourist-Info.

Wie lang ist die Donauversinkung-Runde über Höwenegg?

Der offizielle Flyer der Gemeinde nennt rund 13 Kilometer und etwa vier Stunden auf naturbelassenen Wegen. Das ist eine größere Wanderung als der kurze Weg zum Aussichtspunkt.

Ist der Ausflug für Familien geeignet?

Für Kinder, die auf Wegen bleiben und Absperrungen respektieren, kann der Aussichtsausflug spannend sein. Für Kinderwagen und kleine Kinder sollte die konkrete Wegbeschaffenheit vor Ort geprüft werden.

Was ist am Höwenegg geologisch besonders?

Er ist der nördlichste Hegauvulkan. Der frühere Abbau legte Vulkangestein und Tuff offen; der heutige See ist Folge des Steinbruchs.

Was hat der Ort mit Urpferden zu tun?

Am Höwenegg wurden Fossilien des dreizehigen Urpferds Hipparion gefunden. Funde sind unter anderem im Heimatmuseum Immendingen nach Voranmeldung zu sehen.

Ist der Höwenegg UNESCO-Welterbe?

Nein. Die Gemeinde bezeichnet ihn als Geopoint des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Diese Auszeichnung ist nicht mit einem UNESCO-Welterbestatus gleichzusetzen.

Quellen und aktuelle Informationen

Besuchsdaten wurden anhand der folgenden Quellen geprüft. Bitte vor der Anreise erneut nachsehen.

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