Naturerlebnis im Rheintal
Alter Rhein bei Diepoldsau: Uferwege zwischen Hohenems und Lustenau
Der Alte Rhein bei Diepoldsau ist eine stille Rheinschleife mit Uferwegen, Auwald und mehreren Rundtouren. Für einen Besuch sind besonders der kleine Naturrundweg ab dem Grenzübergang Hohenems–Diepoldsau und die längere Runde ab Rheinauen bei Hohenems interessant. Der hier gemeinte Altarm liegt bei Diepoldsau und Hohenems; Altenrhein am Bodensee ist ein anderer Ort und kein passender Startpunkt. Das Titelfoto zeigt den tatsächlichen Alten Rhein an der Grenze zur Schweizer Seite. Die Wege lassen sich als kurzer Familienausflug oder als längere Wanderung planen, sofern man Startpunkt, Untergrund und Grenzübertritt berücksichtigt.
Was ist am Alten Rhein bei Diepoldsau besonders?
Die Diepoldsauer Rheinschleife folgt dem früheren Lauf des Flusses. Nach der Rheinbegradigung wurde sie zu einem ruhigeren Altarm; Teile der Ufer sind als Naturraum geschützt. Auf den Rundwegen wechseln schattige Bäume, Wasserblicke, kleine Wiesen und Abschnitte am Damm. Hier geht es weniger um eine einzelne Attraktion mit Eingangskasse als um einen Ausflug zu Fuß durch eine grenzüberschreitende Landschaft. Wasservögel lassen sich mit Abstand beobachten, ohne sie zu füttern oder den Uferbereich zu stören.
Der Name Alter Rhein bezeichnet am Bodensee mehrere Abschnitte. Dieser Eintrag konzentriert sich auf die Schleife zwischen Diepoldsau, Hohenems und Lustenau. Die österreichische Touristikinformation beschreibt dafür verschiedene Routen mit unterschiedlichen Startpunkten. Wer in der Navigation nur Altenrhein eingibt, landet am unteren Rheindelta und damit nicht an der hier beschriebenen Tour. Die genaue Wahl des Startpunkts ist deshalb wichtiger als ein vermeintlich einziger Eingang zum Naturgebiet.
Kleiner Naturrundweg: 4,8 Kilometer über zwei Grenzen
Der kleine Naturrundweg beginnt laut Lustenau Marketing am Zollamt Hohenems an der Diepoldsauer Straße. Nach dem Übergang in die Schweiz hält man sich beim Zollamt Diepoldsau rechts. Eine Treppe führt hinunter zum Wasser; danach folgt der Weg dem Alten Rhein. Nach ungefähr 25 Gehminuten nennt die Tourbeschreibung eine kleine Grillstelle. Im weiteren Verlauf wechseln breitere Abschnitte und schmale Uferpfade. Beim Zollamt Schmitter geht es zurück auf die österreichische Seite und am anderen Ufer zum Ausgangspunkt.
Für die 4,8 Kilometer nennt der Tourenbetreiber etwa 1 Stunde 10 Minuten und zehn Höhenmeter. Das ist ein Richtwert für reine Gehzeit; mit Kindern, Fotopausen und Naturbeobachtung dauert der Ausflug länger. Die Tour wird als leicht und familiengeeignet beschrieben, enthält aber eine Treppe und schmale Pfade. Sie ist daher nicht pauschal für Kinderwagen oder Rollstuhl geeignet. Feste Schuhe helfen auf unbefestigten und eventuell feuchten Stücken. Wegen des zweimaligen Grenzübertritts sollte ein gültiges Reisedokument mitgeführt werden.
Lange Runde und zugänglichere Alternative
Wer mehr Zeit hat, kann den von Lustenau Marketing veröffentlichten großen Naturrundweg ab dem Erholungszentrum Rheinauen in Hohenems wählen. Als Navi-Adresse wird Rheinauen 2, 6845 Hohenems, angegeben. Diese Runde umfasst 9,9 Kilometer und etwa 2 Stunden 30 Minuten Gehzeit. Der Weg führt durch die Auwaldlandschaft am Alten Rhein und eignet sich eher für einen halben Tag als für einen kurzen Zwischenstopp. Proviant und Getränke sind sinnvoll; die tatsächliche Rückkehrzeit hängt von Tempo und Pausen ab.
Daneben gibt es einen ausdrücklich als barrierefrei beschriebenen Rundweg zwischen der Brücke Wiesenrain–Widnau und der Schmitterbrücke. Er ist 4,6 Kilometer lang und wird mit ungefähr 1 Stunde 15 Minuten angegeben. Laut Tourbeschreibung bestehen die Wege überwiegend aus geglättetem Schotter, stellenweise Asphalt und Dammrampen. Barrierefrei bedeutet hier nicht, dass jede Person ohne Prüfung der eigenen Bedürfnisse zurechtkommt: Rollstuhlgerechte Toiletten und gastronomische Angebote liegen laut Anbieter nicht direkt am Weg. Vor einem Ausflug mit Mobilitätseinschränkung sind Streckenprofil und aktuelle Wegverhältnisse entscheidend.
Kosten, Jahreszeit und respektvoller Umgang mit der Natur
Für die beschriebenen öffentlichen Wanderwege wird kein Eintrittspreis genannt. Eventuelle Kosten entstehen durch Anreise, Parken oder persönliche Einkehr; verlässliche pauschale Parkgebühren sind für diese Route nicht veröffentlicht. Der kleine Rundweg wird vom Tourismusbüro für das ganze Jahr empfohlen und kann auch im späten Herbst reizvoll sein. Nach Regen oder Frost verändern sich Trittsicherheit und Gehzeit. Baden oder Grillen sollte nicht einfach aus einer Wegbeschreibung für jede Uferstelle abgeleitet werden: Dafür sind die örtlichen Hinweise und ausgewiesenen Plätze maßgeblich.
Die Gemeinde Diepoldsau untersagt unter anderem das Füttern von Wildtieren, Abfall am Ufer und Feuer außerhalb der festen offiziellen Feuerstellen. Auf dem Uferweg dürfen motorisierte Fahrzeuge grundsätzlich nicht fahren oder parken. Für Familien heißt das: auf den Wegen bleiben, Vögel in Ruhe lassen und Müll wieder mitnehmen. Hunde sind auf der kleinen Runde laut Tourenbetreiber möglich, dort wird aber Leinenpflicht genannt. Ein Naturausflug gelingt besonders gut, wenn man die ruhige Umgebung als solche respektiert und vor Ort auf aktuelle Beschilderung achtet.
Genaue Startpunkte und Anreise
Für die kleine Runde eignet sich die Zollstelle Hohenems, Zollamt Hohenems am Grenzübergang Diepoldsauer Straße, als klarer Orientierungspunkt. Das ist die Adresse der österreichischen Zollstelle, nicht die Postanschrift eines Parks. Vom Bahnhof Hohenems nennt Lustenau Marketing die Landbuslinien 184 oder 185 bis Cineplexx sowie 321 oder 322 bis Zoll. Anschließend folgt man der veröffentlichten Routenbeschreibung zur Grenzbrücke. Parkmöglichkeiten werden vom Tourenbetreiber genannt, jedoch ohne eine konkrete Garantie auf freie Stellplätze oder einen einheitlichen Tarif.
Für die große Runde ist Rheinauen 2, 6845 Hohenems, der veröffentlichte Start am Erholungszentrum Rheinauen; laut Tourismusseite fährt ab Hohenems auch Bus 174 dorthin. Die zugänglichere Runde beginnt dagegen bei der Rheinbrücke Wiesenrain–Widnau und ist keine Abkürzung des kleinen Wegs am Zollamt Hohenems. Vor der Abfahrt empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Routenkarte und den Busfahrplan. Vom Raum Lindau führt die Anreise durch Vorarlberg ins Rheintal. Die drei Einstiege sollten nicht vermischt werden, damit die gewählte Tour zur verfügbaren Zeit und Mobilität passt. Angaben geprüft am 18. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Gut zu wissen vor dem Besuch
Wo liegt dieser Alte Rhein genau?
Gemeint ist die Diepoldsauer Rheinschleife zwischen Diepoldsau, Hohenems und Lustenau. Altenrhein am Bodensee ist ein anderer Ort.
Wo beginnt der kleine Naturrundweg?
Am Grenzübergang Hohenems–Diepoldsau. Als Orientierung dient die österreichische Zollstelle in der Zollamt Hohenems am Grenzübergang Diepoldsauer Straße.
Wie lang ist die kleine Runde?
Der Tourenbetreiber nennt 4,8 Kilometer, ungefähr 1 Stunde 10 Minuten Gehzeit und zehn Höhenmeter.
Ist die kleine Runde für Kinder geeignet?
Ja, Lustenau Marketing bezeichnet sie als leichte Familientour. Für Pausen, die Treppe und schmale Uferpfade sollte man dennoch zusätzliche Zeit einplanen.
Kann man die kleine Runde mit Kinderwagen gehen?
Eine durchgehende Eignung ist nicht belegt. Die veröffentlichte Wegbeschreibung enthält eine Treppe und schmale Pfade; die separate Route Wiesenrain–Schmitter ist die zugänglichere Option.
Wie lang ist die große Runde?
Sie misst 9,9 Kilometer und wird mit ungefähr 2 Stunden 30 Minuten beschrieben. Start ist am Erholungszentrum Rheinauen, Rheinauen 2 in Hohenems.
Gibt es eine barrierefrei beschriebene Runde?
Ja, die 4,6 Kilometer lange Route zwischen Wiesenrain–Widnau und Schmitter. Sie hat meist geglätteten Schotter und teils Asphalt, aber keine unmittelbar am Weg gelegenen rollstuhlgerechten WCs.
Kostet der Spaziergang Eintritt?
Für die öffentlichen Uferwanderwege wird kein Eintrittspreis genannt. Anreise, Parken oder Einkehr können Kosten verursachen.
Wie komme ich ohne Auto zum kleinen Rundweg?
Laut Lustenau Marketing ab Bahnhof Hohenems mit Bus 184 oder 185 bis Cineplexx oder 321 beziehungsweise 322 bis Zoll. Den aktuellen Fahrplan vor Abfahrt prüfen.
Braucht man für die Runde einen Ausweis?
Die kleine Runde quert die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz zweimal. Der Tourenbetreiber empfiehlt ausdrücklich, einen Pass mitzunehmen; ein gültiges Reisedokument sollte dabei sein.
Darf man überall am Ufer grillen?
Nein. Die Gemeinde Diepoldsau erlaubt Feuer nur an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen. Die kleine Route führt laut Beschreibung an einer Grillstelle vorbei.
Wann ist die beste Jahreszeit?
Die kleine Route wird für alle Monate empfohlen. Wetter, Nässe und Frost beeinflussen die Begehbarkeit; aktuelle Hinweise und passende Schuhe sind sinnvoll.
Quellen und aktuelle Informationen
Besuchsdaten wurden anhand der folgenden Quellen geprüft. Bitte vor der Anreise erneut nachsehen.



